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Artikel 4/2016 Pilotaktivitäten mit anderen Learning Layers Tools im Bau-ABC – Learning Toolbox in guter Gesellschaft (2016)

Pekka Kämäräinen und Sanna Reponen

Dieser Artikel berichtet über einen Feldbesuch, während dessen die Learning Layers Partner zwei weitere Tools – die AchSo App (zur Videoannotation) sowie die SoAR App (zur Videokommunikation an Baustellen) eingeführt haben. Die Tools wurden von unseren Kolleginnen von der Aalto Universität (Finnland) präsentiert. Zusätzlich sammelten unsere Kollegen von der Universität Innsbruck (UIBK) Feedback über die Anwendung der LTB in den ersten Pilotgruppen, die die LTB seit März anwenden. Mitglieder des Projektteams von ITB und Pontydysgu begleiteten diese Aktivitäten und unterstützen die Sessions.

1. Bau-ABC Azubis arbeiten mit AchSo

Frühere Entwicklung von AchSo und Pilotaktivitäten in Finnland

Ursprünglich basiert das Videoannotationstool auf der Vorarbeit von Kollegen der RWTH Aachen – und von diesen stammt auch die Benennung ‘AchSo’, die den Lerneffekt bei der Anwendung des Tools illustrieren soll. Später entwickelte der finnische Partner Aalto Universität (kurz: Aalto) dieses Tool weiter. Das Aalto team führte Pilotaktivitäten mit dem AchSo-Tool mit finnischen Praxispartnern im Bausektor durch. In den finnischen Pilotaktivitäten waren die hauptsächlichen Anwender von AchSo Berufsschüler in der vollzeitschulischen Berufsbildung, die ein obligatorisches Betriebspraktikum absolvierten. Für diese Periode waren die Berufsschullehrer verantwortlich für die Bewertung ihrer Leistungen. Mit Hilfe annotierter Videos konnten die Praktikanten ihre Arbeit und Lerngewinne ordentlich dokumentieren.

Einführung von AchSo für Azubis und Lehrwerkmeister im Bau-ABC

Die Einführung von AchSo im Bau-ABC wurde mit einer Gruppe von Azubis, die innerhalb ihrer Ausbildung zum Brunnenbauer eine Woche Training in der Metalltechnik absolvierten. Zuerst präsentierte Sanna Reponen (Aalto) Hintergrundinformation über AchSo und seine Funktionen. In diesem Zusammenhang wurden auch Fragen zum Datenschutz, Privatsphäreneinstellungen und dem Teilen und von Videos erörtert. Anschließend installierten die Azubis AchSo auf ihre eigenen Geräte oder bekamen Leihgeräte vom Aaltoteam. Zum dritten stellten die Lehrwerkmeister die Projektaufgabe vor – Bearbeitung einer Metallplatte nach Maß, inklusive Feilen und Markierung der Bohrpunkte. Das Projekt gilt traditionell als Elementarübung, mit der die Azubis die angemessene Handhabung der Werkzeuge sowie die Berücksichtigung der Toleranzen erlernen.

Nach der Einführung begannen die Azubis mit der Projektarbeit und – sobald sie Fortschritte gemacht hatten – mit dem Drehen von Videos voneinander in verschiedenen Arbeitsphasen. Gleichzeitig drehte ein Lehrwerkmeister seine Videos über die Arbeit der Azubis. Am Ende des Tages wurden die Videos als eine Sammlung präsentiert und einige exemplarische Videos dann dargestellt.

Unmittelbare Feedback über die Anwendung von AchSo

Es schien, dass die Azubis es positiv fanden, Videos zu drehen – obwohl es um eine Zusatzaufgabe ging und auch Kooperation mit anderen erforderlich war. Normalerweise sind die Projektaufgaben typisch individuelle Aufgaben, die man allein erledigen sollte.

In der ansclhießenden Diskussion sagten die Azubis, dass sie einzelnen Arbeitsphasen mehr Aufmerksamkeit geschenkt hatten, wenn sie entscheiden mussten, was sie mit Video(s) dokumentieren wollten. Einige Azubis hatten dabei nur ein Video gedreht, während andere versuchten alle wesentlichen Arbeitsphasen mit kurzen Videos zu dokumentieren. Der Lehrwerkmeister sagte, dass die Videos der Azubis ihm einen besseren Überblick über deren Arbeit gaben (statt einem Rundgang in der Werkhalle mit kurzer Begleitung der je individuellen Arbeit). Dazu betonten die Teilnehmer, dass es so eine Dokumentation der überbetrieblichen Ausbildung im Bau-ABC leichter macht,  die Berufsschulen und die Ausbildungsbetriebe auf dem Laufenden zu halten, was für Aufgaben sie im Bau-ABC durchgeführt haben, und welche Lernerfolge erzielt wurden.

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Screenshot 1 und 2: Auszubildenden in der Werkstatt der Metalltechnik präsentieren ihre AchSo-Videos an Lehrewerkmeister

Insgesamt bekamen wir den Eindruck, dass die Einführung von AchSo im Bau-ABC gut gelungen ist. Das wurde noch deutlicher bestätigt, als AchSo am nächsten Tag einer  anderen Gruppe von Azubis präsentiert wurde. Das erste Video eines Azubis wurde schon gedreht und hochgeladen, als Sanna Reponen mit ihrer einführenden Präsentation gerade zum Ende kam.

2. Einführung von Augmented Reality für Baugeräteführer

Die Idee der Social Augmented Reality (SoAR)

Das zweite Tool – die Social Augmented Reality (SoAR) – wurde ebenfalls vom Aalto Team entwickelt, um Videokommunikation in Arbeitsumgebungen (z.B. an Baustellen) zu unterstützen. Die Tool SoAR benutzt mehrere Funktionalitäten der Smartphones: Audio, Video und Tagging (durch Zeichnungen). Während Anrufen mit SoAR können die Gesprächsteilnehmer einander sehen und kommunizieren (so wie mit Skype), sie können die Bildschirme miteinander austauschen und so den des jeweils anderen sehen und sie können Videos mit Zeichnungen markieren. Dazu können sie die Aufnahmen anuf ihren Geräten speichern.

Die Einführung des SoAR Tools im Bau-ABC

Am dritten Tag des Arbeitsbesuchs wurde SoAR einer Gruppe (Baugeräteführer) präsentiert, die schon mit AchSo am Vortag gearbeitet hatten. Sanna Reponen demonstrierte zuerst die Funktionalität  des Tools auf dem Übungsgelände. Anschließend begann unmittelbar die Anwendung. Normalerweise üben die Baugeräteführer die Bedienung der Bagger in Gruppen und teilen die Rollen turnusmäßig – deshalb können einige lediglich zuschauen, wenn die anderen im Einsatz sind. Dazu gehört, dass der Lehrwerkmeister nicht dauernd präsent ist. Die Azubis müssen selbstorganisiertes Lernen praktizieren, während der Lehrwerkmeister gleichzeitig auch andere Aufgaben hat. Jetzt hatte der Lehrwerkmeister ein Smartphone mit SoAR und einer der Azubis ein zweites. Auf dieser Weise konnte der Lehrwerkmeister zwischen verschiedenen Übungsgeländen und seinem Büro rotieren, und trotzdem in Echtzeit ansprechbar sein.

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Screenshot 3 und 4: Baugeräteführer anwenden AchSo und SOAR im Bau-ABC

Schon während eines der ersten Testanrufe ergab sich ein Problemfall, als einer der Zylinder des Baggers sehr viel Lärm machte – und der Lehrwerkmeister gerade anderswo im Einsatz war. Dank des SoAR-Tools konnten die Azubis ihm die Situation mit Livevideobild und O-Ton beschreiben. Dadurch konnte er das Problem identifizieren und weitere Instruktionen geben. Nach diesem echten Problemfall (und den notwendigen Reparaturmaßnahmen) machten weitere Azubis ebenfalls Testanrufe und der Lehrwerkmeister antwortete aus verschiedenen Arbeitsstationen und Übungsgeländen. Insgesamt hat die Kommunikation gut funktioniert, obwohl die Hintergrundgeräusche der Baugeräte als Störfaktor empfunden wurden.

Am Ende des Tages hatten wir eine Wrap-up Sitzung mit Feedback der Azubis. Diese gaben sehr positives Feedback über die Anwendung von SoAR und waren auch interessiert, mehr über die Tools (AchSo und SoAR) zu lernen. Auf ähnliche Weise hatte der Lehrwerkmeister eine sehr positive Erfahrung mit dieser pilothaften Anwendung von SoAR gemacht. Insgesamt – nach den drei Testtagen – kamen wir zu der Schlussfolgerung, dass AchSo und SoAR sehr gute Ergänzungen zum integrativen Toolset Learning Toolbox anbieten.

Learning Toolbox (LTB) Chronik, Jahrgang 3, 4/2016

Article 3/2016 Piloting with Learning Toolbox (LTB) takes off in Bau-ABC

Pekka Kämäräinen

In February and March 2016 the Learning Toolbox (LTB) was introduced into the apprentice training of Bau-ABC. As has been indicated in previous articles of this series, the Theme Room training campaign (in November 2015) had already provided a good basis for the pilot activities. This third article gives firstly insights into the preparation of the piloting by Bau-ABC trainers – supported by Learning Layers (LL) partners. Secondly it provides a brief report on the kick-off event and on a follow-up visit of LL partners. The point of the interest is to see, how trainers of Bau-ABC develop their own patterns of using the LTB.

1.Preparation of pilot activities by trainers: three exemplary cases

In the preparatory talks Bau-ABC trainers presented three exemplary cases for implementing LTB in their training.  The first case focuses on the trade of well-builders. The second case deals with the learning area ‘health and safety’. The third case presents a joint project of two trades – carpenters and bricklayers.

a) In the trade of well-builders (Brunnenbauer) the use of LTB is being brought via support materials and activities. The responsible trainer Lothar Schoka is creating stacks that provide access relevant guidelines and instructions (e.g. extracts of DIN-norms). Also, the apprentices can access digital worksheets (lists of tools and materials) via LTB.

b) Regarding the theme ‘health and safety’ (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz), the competent body in the construction sector (BG Bau) provides a comprehensive set of modularised reference materials (Baukasten) and a special materials for young craftsmen. In addition, Bau-ABC uses a brief compendium for trainers (KomPass). These materials are available on the net. Moreover, when starting their training project , the apprentices have to fill a risk analysis form related to the tasks (Gefährdungsbeurteilung). The potential benefits of using LTB is that it can provide

  • easy access to Internet documents (to be checked later on),
  • Immediate access to compressed information (checklists, extracts of information sheets, model solutions with feedback),
  • access to quiz tools (ordinary quiz or specific variants for detecting errors).

c) The joint project of carpenters (Zimmerer) and bricklayers (Maurer) is based on a traditional technique of building houses with wooden frames and brick walls (Fachwerkhaus). The apprentices’ project with a small construction using this technique provides cooperation opportunities for these two trades. The trainers of these trades (Markus Pape and Kevin Kuck) see the advantage in using LTB and in creating joint stacks in the following way:

  • LTB gives an overview on the common project (as a whole) and on related standards.
  • LTB stacks help to organise the exercises of the two groups (carpenters and bricklayers) in each others’ tasks.
  • LTB stacks help to coordinate the collaboration between the groups during the project.

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Screenshot 1 and 2: Building LTB-stacks for a joint project of carpenters and bricklayers

2. Observations on the Kick-off event 14.3.2016 and during the follow-up visit

On the 14th of March a kick-off event was organised for the pilots with LTB in two trades – the carpenters and the well-builders. Several LL partners supported the event with their contributions. Some time later, a group from ITB and Pontydysgu visited Bau-ABC to collect feedback and to discuss further steps in the  piloting with the Learning Toolbox (LTB).

Below I give firstly some insights into the work with the group of carpenters (Zimmerer) during the kick-off event. Then I give a brief report on the follow-up visit and on points that were raised in our discussions with Bau-ABc trainers.

Kick-off of LTB pilot with the carpenters

In the group of carpenters the LL partners presented firstly the project and the functionality of LTB as an integrative toolset. Then, the apprentices installed LTB on their smartphones. Once this was achieved, the trainer Fidi Bruns gave an overview on the above mentioned training project. In the next phase the trainer Markus Pape presented the LTB stacks with which the apprentices are expected to work (and how they can be used).  After these instructions the LL partners organised a group discussion. In this discussion the apprentices gave feedback on the new toolset and what benefits they could immediately see in using it.

Building upon the work of the pioneering trades

As has been indicated, the carpenters and bricklayers started immediately with a joint project. A similar cooperation opportunity was identified with the pioneering group of well-builders. In the next phase they will continue in Bau-ABC with the trade of machinery and metalworking (Maschinen- und Metalltechnik). Lothar Schoka agreed to work with his colleagues in this trade to develop stacks for them and to advise them in the use of LTB. Likewise, we discovered that the trainers working with road-builders (Strassenbauer) and pipeline-builders (Rohrleitungsbauer) can work together to develop new stacks on the basis of existing pilot stack for road-builders.

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Screenshot 3 and 4: Building closely matching LTB-stacks for the pilot group getting taining in neighbouring trades (well-duilding, pipeline-building)

In this respect we saw that LTB pilots can be brought further via natural cooperation between the neighbouring trades. However, we also noted several challenges and hurdles that need to be taken up in Bau-ABC and in the LTB developers’ team. And we saw a possibility to proceed to a new phase of Theme Room training with the use of LTB as one of the themes.

Learning Toolbox (LTB) Chronicle Vol. 3, 3/2016

Artikel 3/2016 Pilotaktivitäten mit der Learning Toolbox (LTB) im Bau-ABC (2016)

Pekka Kämäräinen

Dieser Artikel gibt zuerst Einblicke in die Vorbereitung der Pilotaktivitäten mit den Lehrwerkmeistern im Bau-ABC. Dann folgt ein Kurzbericht über die Kick-off Veranstaltung und über einen Arbeitsbesuch der LL-Partner kurze Zeit später. Insbesondere fokussiert der Artikel auf die Art und Weise, wie die Lehrwerkmeister ihre eigenen Herangehensweisen mit der LTB.-Anwendung entwickelten.

1. Vorbereitung mit Lehrwerkmeistern: Drei exemplarische Anwendungsfälle

In den vorbereitenden Gesprächen schlugen verschiedene Bau-ABC Lehrwerkmeister drei exemplarische  Anwendungsfälle für die Einführung der LTB in ihre Berufe bzw. Themengebiete vor. Im ersten Fall geht es um ein Projekt der Brunnenbauer. Im zweiten Fall geht es um den fachübergreifenden Lernbereich ‘Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz’. Im dritten Fall geht es um ein gemeinsames Projekt der Zimmerer und Maurer.

Im Pilot mit Brunnenbauern wird die LTB zunächst als Instrument für die Verbreitung von Zusatzmaterialien und Lernhilfen genutzt. Lehrwerkmeister Lothar Schoka hat angefangen LTB-Stacks zu entwickeln, die Zugang zu themenrelevanten Richtlinien und Instruktionen (z.B. Auszüge von DIN-Normen) anbieten. Dazu wurde die Möglichkeit diskutiert, digitale Arbeitsmappen für Auszubildende über die LTB anzubieten (z.B. Checklisten für Werkzeuge und Baumaterialien).

Betreffend den Themenbereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, gab Lehrwerkmeister Thomas Weerts zuerst einen Überblick über verschiedene Materialien. Die Berufsgenossenschaft Bau hat ein Baukastensystem von Referenzmaterialien produziert. Darüber hinaus gibt es auch zielgruppenorientierte Materialien für junge Bauarbeiter. Für Ausbilder und Lehrwerkmeister gibt es ein Kompendium (KomPass). Diese Materialien stehen im Internet zur Verfügung und die LTB könnte Zugang zu ihnen geben.

Für die Projekte in der überbetrieblichen Ausbildung müssen die Auszubildenden regelmässig ein Formular ausfüllen, um die in den jeweiligen Aufgaben möglichen Gesundheitsrisiken zu erkennen (Gefährdungsbeurteilung). In diesem Zusammenhang kann die Anwendung von LTB folgendes anbieten:

  • Einfacher Zugang zu umfassenderen Internet Dokumenten (die später gelesen werden können).
  • Unmittelbarer Zugang zu themenrelevanten Kurzinformationen (Checklisten, Auszüge aus Informationsblättern, Modelllösungen mit Feedback)
  • Zugang zu themenbezogenen Quiz Tools (Einfaches Quiz oder spezifische Varianten zur Fehlerentdeckung).

Das gemeinsame Projekt von Zimmerern und Maurern bezieht sich auf traditionelle Bautechniken, die eine Zusammenarbeit von Zimmerern und Maurern voraussetzen (Holzrahmenbau für Fachwerkhäuser). Die Auszubildenden werden im Rahmen des Kooperationsprojektes diese Techniken ausüben und die Arbeit beider Berufsgruppen miteinander verzahnen. Die Lehrwerkmeister, die diese Arbeit betreuen, Markus Pape und Kevin Kuck, sehen die Vorteile der Anwendung der LTB in folgender Weise:

  • Das Gefüge von LTB-Stacks bietet einen Überblick über das Projekt (insgesamt) und über die relevanten Standards.
  • Berufsbezogene LTB-Stacks bieten die Möglichkeit, die Einarbeitung der beiden Gruppen (Zimmerer und Maurer) in die Aufgaben der benachbarten Berufen zu organisieren und zu betreuen.
  • Projektbezogene LTB-Stacks bieten die Möglichkeit, die Zusammenarbeit der beiden Gewerke zu koordinieren.

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Screenshot 1 und 2: Gestaltung von LTB-Stacks für einem gemeinsamen Projekt der Zimmerer und Maurer

2. Einblicke in die Kick-off Veranstaltung und Feedback unmittelbar danach

Am 14. März organisierte das Bau-ABC eine Kick-off Veranstaltung als Auftakt für die Pilotaktivitäten  mit der LTB in zwei Berufsgruppen – Zimmerer und Brunnenbauer. In diesem Zusammenhang waren mehrere Projektpartner beteiligt, um diesen Anfang zu unterstützen. Kurz danach war eine kleine Gruppe aus ITB und Pontydysgu zu Besuch im Bau-ABC, um Feedback zu sammeln und weitere Schritte in den Pilotaktivitäten anzubahnen. Der Teilabschnitt gibt zunächst Einblicke in die Einführung der LTB in die Gruppe der Zimmerer während der Kick-off Veranstaltung. Der zweite Teilabschnitt berichtet über die Diskussionen von Besuchern aus Bremen mit Lehrwerkmeistern kurz nach der Auftaktveranstaltung.

Auftakt der LTB-Pilotaktivitäten mit den Zimmerern

In der Gruppe der Zimmerer gaben die  LL-Partner zuerst einen kurzen Überblick über das Projekt und präsentierten dann die Funktionalität der LTB als integrativem Toolset. Anschließend installierten die Auszubildenden die LTB auf ihren Smartphones. Danach präsentierte Lehrwerkmeister Fiddi Bruns kurz die Projektaufgabe für die nächste Ausbildungsperiode im Bau-ABC. Nach dieser inhaltlichen Einführung präsentierte Lehrwerkmeister Markus Pape die LTB-Stacks, mit deren Hilfe die Auszubildenden ihre Projektarbeit unterstützen können (und welche Art Funktionen zur Verfügung gestellt werden). Nach diesen Instruktionen organisierten die LL-Partner eine kurze Gruppendiskussion mit den Auszubildenden, um deren erste Eindrücke zu sammeln. In dieser Diskussion gaben die Auszubildenden sofort positive Rückmeldung über das neue Toolset und erwähnten gleich einige Vorteile, auf welche Weise die LTB ihr Lernen in der Berufsausbildung unterstützen könnte.

Perspektiven für die Verbreitung der Pilotaktivitäten aufgrund der ersten Erfahrungen

Oben wurde bereits erwähnt, dass die Zimmerer und Maurer ihre Pilotaktivitäten mit einem gemeinsamen Projekt begonnen haben. Eine ähnliche Gelegenheit zur Kooperation zwischen zwei Berufsgruppen wurde für die Pilotgruppe der Brunnenbauer entdeckt. In ihrer nächsten Ausbildungsphase im Bau-ABC wird diese Gruppe im Bereich der Maschinen- und Metalltechnik ausgebildet. Lehrwerkmeister Lothar Schoka hat angeboten, seine LTB-Stacks den Kollegen im Nachbarbereich zu präsentieren und sie in der Anwendung der LTB zu unterstützen. Eine weitere Möglichkeit für Kooperation und Transfer von Erfahrungen wurde zwischen den Lehrwerkmeistern in Strassenbau und Rohrleitungsbau entdeckt.

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Screenshot 3 und 4: Gestaltung von LTB-Stacks für Pilogruppe, die zwischen benachbarten Gewerken rotiert

Insgesamt konnten die LL-Partner sehen, dass die Pilotaktivitäten mit der LTB über solche natürliche Nachbarschaftsbeziehungen verbreitet werden können. Nichtsdestotrotz, konnten die Besucher auch mehrere Hürden und Herausforderungen bemerken, die weitere Massnahmen von Bau-ABC und vom LTB-Entwicklern benötigen. Zusätzlich konnten die Besucher auch sehen, dass es möglich ist, eine neue Phase von ‘Themenraum’-Trainings einzuführen mit einem Hauptthema der Anwendung der LTB.

Learning Toolbox (LTB) Chronik, Jahrgang 3, 3/2016

Article 2/2016 Peer learning and use of digital media in Theme Room workshops

Pekka Kämäräinen

The first article of this series gives an overview of the Theme Room training campaign that was implemented in the training centre Bau-ABC in November 2015. This second article gives insights into the processes of peer learning and into use of digital media during the workshop sessions. Below the two main sections inform of the activities and learning experiences with the themes “Social media as support for learning” and “Preparation of digital learning materials”.

Here it is worthwhile to note that these observations refer mainly to the group in which the author served as a co-tutor. In addition, some general remarks are made on the group dynamics in the parallel groups (based on knowledge sharing between the tutors).

1. The role of Social Media as support for learning

In most groups the tutors from Bau-ABC were hosting Facebook groups for their trade and the apprentices were actively involved as contributors and readers. Yet, not all training staff was in favour of using Facebook. However, it was acknowledged by the participants that the existing Facebook groups of Bau-ABC have played a positive role. Therefore, the exercises  with Facebook served as a natural ‘starter’ for this theme – to be followed by other media platforms and networks.

The uses of Facebook – and the importance of getting hands on Facebook

The learning exercises started with creating/activating accounts and getting informed of the settings. Here, some groups put more attention on the privacy settings, whilst others worked with sharing contents between individuals and groups. Altogether, these exercises helped to overcome the gap between users and non-users.

Getting a broader overview of social media, platforms and networks

The aim of the training was to get introduced to a wider range of social media and to get a picture of their usability in apprentice training. For this purpose, there were brief demonstrations and a brainstorming session for discussing the pros and cons with different media. In this way we covered the use of Twitter, blogs, YouTube and other media. Finally, the participants were invited to indicate their own priorities for using social media and to explain, for what purposes and with which target groups they are suitable.

2.  Preparing digital learning materials for vocational training

With this theme we had somewhat different approaches in parallel groups. The groups that began with this theme started to prepare exemplary digital contents and emphasised the production and editing processes. The groups that began with the theme ‘Social Media’ put the main emphasis on working with blogs and integrating the use of different tools to their work with blogs (as digital learning environments).

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Screenshot 1 and 2: Production and editing video material in Theme Room workshops

Working with videos and particular GoConqr tools

The two pioneering groups working with digital learning materials engaged the participants in producing short videos. In addition they prepared exemplary exercises for apprentices with GoConqr quiz tools. These groups used the brainstorming phases to consider the usability of videos and GoConqr applications in training. When continuing to social media, these groups discussed the role of blogs as instruments for presenting such exercises for apprentices.

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Screenshot 3 and 4: Working with trainers’ blogs and GoConqr Quizzes

Working with blogs

The groups that put more emphasis on blogs had slightly different approaches. In one group the trainers were engaged to create completely new blogs and to use them for posting and commenting messages. Here the participants became familiar with the processes, techniques and editing options.

In another group the main attention was given on the existing trainers’ blogs (in particular the Zimmererblog and the Brunnenbauerblog). When exploring the existing blogs the participants discussed, how these pioneering blogs could be used as  a basis for introducing similar solutions for other occupational areas. In a next step, the question of optimal uses of blogs was taken up again. The group prepared jointly a GoConqr mindmap presenting arguments for introducing different contents via blogs and for making them public or private.

The work in both groups brought more closer to each other participants who had already worked with blogs and the others who had not had experience with blogs. Furthermore, the discussion in the latter group brought forward the idea of integrated ‘packages’ as building blocks for further trainers’ blogs. These packages could link to each other text documents, photos/drawings/videos, quiz tests and links to external materials. In this respect the session paved way for introducing the Learning Toolbox.

Learning Toolbox (LTB) Chronicle Vol. 3, 2/2016

Artikel 2/2016 Peer Learning und Anwendung digitaler Medien in “Themenraum”-Workshops (2015)

Pekka Kämäräinen

Der erste Artikel in dieser Reihe gibt einen Überblick über Vorbereitung und Beginn der Trainingskampagne mit Themenraum-Workshops in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte Bau-ABC im November 2015. Der zweite Artikel präsentiert Einblicke in Prozesse von Peer Learning sowie Fallbeispiele zur Anwendung digitaler Medien in den einzelnen Workshops.

Unten wird in zwei Hauptabschnitten über die Aktivitäten und Lernerfahrungen mit den zwei Themen (“Soziale Medien als Unterstützung für berufliches Lernen” und “Herstellung digitaler Lernmaterialien”) berichtet. Hier wird nicht versucht, alle parallelen Gruppen in einem umfassenden Bericht zusammenzufassen. Stattdessen widerspiegeln die Bemerkungen und Einschätzungen eher die Entwicklungen in der Gruppe, wo der Autor als Ko-Tutor tätig war. Dazu gibt es einige ergänzende Bemerkungen über die Gruppendynamik in den anderen Gruppen (aufgrund Erfahrungsaustausch zwischen den Tutoren).

1. Die Rolle der Sozialen Medien als Unterstützung für berufliches Lernen

In den meisten Lerngruppen waren die Tutoren des Bau-ABCs schon aktiv bei Facebook, weil sie Facebook-Gruppen des Bau-ABCs für ihr jeweiliges Gewerk gegründet hatten. Und in diesen Gruppen waren die Auszubildenden aktiv beteiligt – als Leser und mit Beiträgen. Trotzdem waren nicht alle Teilnehmer begeistert über Facebook. Jedoch konnten alle Teilnehmer konnten akzeptieren, dass die existierenden Facebook-Gruppen des Bau-ABCs eine positive Rolle in der beruflichen Identitätsbildung der Auszubildenden und in der Öffentlichkeitsarbeit des Bau-ABC gespielt hatten. Deshalb galten die ersten Übungen mit Facebook als natürliche ‘Vorspeisen’ für dieses Thema – um dann mit anderen Medien, Plattformen und sozialen Netzwerken weiter zu üben.

Einstieg mit Facebook – und die Bedeutung der “Hands-on” Übungen

Am Anfang eröffneten die Teilnehmer für sich Konten bei Facebook und informierten sich über die Einstellungen. Hier konzentrierten sich einige Lerngruppen auf die Einstellungen zur Privatsphäre fokussiert, während sich andere Gruppen stärker mit dem Teilen von Inhalten zwischen Einzelnen bzw. Gruppen beschäftigten. Insgesamt waren diese Übungen nützlich, um die Kluft zwischen Anwendern und Nicht-Anwendern zu überwinden.

Überblick über weitere soziale Medien, Plattformen und Netzwerke

Nach dem Einstieg präsentierte das Training eine breitere Palette von sozialen Medien, Plattformen und Netzwerken, um deren Potenzial zur Unterstützung der Berufsausbildung zu diskutieren. In dieser Phase hatten die Gruppen kurze Demonstrationen und ein Brainstorming über Nutzen und Nachteile verschiedener Medien. Auf diese Weise wurde die Anwendung von Twitter, Blogs, YouTube und einigen anderen Medien kurz thematisiert. Am Ende dieser Phase wurden die Teilnehmer eingeladen, ihre eigenen Prioritäten für die Anwendung sozialer Medien auszudrücken. Insbesondere klärten sie, welche Prioritäten sich auf welche Zwecke und welche Zielgruppen bezogen.

2. Herstellung digitaler Lernmaterialien für berufliche Bildung

Mit diesem Themenbereich hatten die parallelen Lerngruppen einigermassen unterschiedliche Herangehensweisen. Die Gruppen, die mit diesem Theme angefangen hatten, fokussierten sich auf die Vorbereitung von exemplarischen digitalen Lerninhalten. Damit haben diese Gruppen die Produktions- und Redaktionsprozessen betont. Die Gruppen, die mit dem Thema ‘Soziale Medien’ angefangen hatten, richteten mehr Aufmerksamkeit auf die Arbeit mit Blogs (und in diesem Zusammenhang spezifische Tools und Apps). Auf diese Weise wurden Blogs als potenzielle Keimzellen für umfassendere digitale Lernumgebungen präsentiert.

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Screenshot 1 und 2: Einstieg in die Video-Produktion in einer Themenraum-Workshop

Arbeit mit Videos und spezifische GoConqr Tools

Die zwei Gruppen, die mit dem Thema “Digitale Lernmaterialien” angefangen hatten, beschäftigten sich auch mit Produktion und Redaktion von Kurzvideos. Zusätzlich führten diese Gruppen einige domänenspezifische Übungen für Auszubildende mit GoConqr Quiz Tools durch. Diese Gruppen nutzten die Brainstorming Phasen dazu, die Anwendbarkeit der Videos und GoConqr Tools in der Berufsausbildung zu diskutieren. In der Fortsetzung zum Thema ‘Soziale Medien’ diskutierten diese Gruppen die Rolle der Blogs als Instrumente, um solche Übungen den Auszubildenden zu präsentieren.

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Screenshot 3 und 4: Einblicke in Blogs und GoConqr-Quizzes von Bau-ABC Lehrwerkmeister

Arbeit mit Blogs

Die Gruppen, die in diesem Thema hauptsächlich die Arbeit mit Blogs betonten, hatten jeweils leicht unterschiedliche Akzente. In einer Gruppe wurden die Teilnehmer beauftragt, ganz neue Blogs zu beginnen und die Anwendung (mit Posts und Kommentaren) zu üben. Hier arbeiteten die Teilnehmer sich in die Prozesse, Techniken und redaktionellen Optionen ein.

In der anderen Gruppe wurden die schon existierenden Blogs der Bau-ABC Lehrwerkmeister (insbesondere das Zimmererblog und das Brunnenbauerblog) als Ausgangspunkt genommen. Mit Übungen mit und Diskussionen über die vorhandenen Blogs machten sich die Teilnehmer Gedanken dazu, ob sich diese Blogs als Vorlagen für ähnliche Blogs in den anderen Gewerken nutzen lassen. In der nächsten Phase wurden genauere Fragen zur optimalen Anwendung von Blogs gestellt. Die Diskussionen in dieser Phase wurden gemeinsam mit Hilfe eines GoConqr Mindmaps zusammengefasst. In dem Mindmap wurden Argumente für die Einführung unterschiedlicher Inhalte mit Hilfe von Blogs und für deren Teilen (als öffentlich zugängliche) oder deren Beibehaltung als private Inhalte.

Die Arbeit in den beiden Gruppen brachte die Teilnehmer mit Erfahrung mit Blogs näher an diejenigen, die bisher keine Erfahrung mit Blogs gehabt hatten. Darüber hinaus hatte die Diskussion in der zweiten Gruppe konkrete Vorschläge gebracht, wie bestimmte grundlegende Inhalte als ‘integrated Packages’, als Bausteine für solche Blogs entworfen werden konnten. Diese ‘Packages’ konnten Links zu anderen Dokumenten, Photos, Zeichnungen und Videos, Quiztests sowie Links auf externe Materialien miteinander verknüpfen. In dieser Hinsicht hat diese Diskussion schon ansatzweise den Weg für die Einführung der Learning Toolbox vorbereitet.

Learning Toolbox (LTB) Chronik, Jahrgang 3, 2/2016

Artikel 1/2016 Überblick über das Learning Layers Training mit “Themenräumen” im Bau-ABC (in 2015)

Pekka Kämäräinen

Ein Höhepunkt in den Learning Layers (LL) Projektaktivitäten im Bausektor im Jahre 2015 war die Trainingskampagne mit “Themenräumen” in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte Bau-ABC. Ursprünglich wurde der Ansatz von den Lehrwerkmeistern des Bau-ABC initiiert. Nach den früheren pilothaften Multimediatrainingsworkshops wollte man ein flexibles Trainingsmodell entwickeln, das regelmäßige Workshops mit selbstorganisiertem Lernen, Peer Tutoring und Onlineunterstützung verbindet. Das alles wurde mit dem Konzept “Themenräume” zusammengefasst.

1. Der “Themenraum”-Ansatz nimmt Gestalt an und wird umgesetzt

Der Grundgedanke des Themenraumansatzes war, zuerst einige Hauptthemen zu setzen, die mit parallelen bzw. sukzessiven Workshops bearbeitet werden. Die Kontinuität des Lernens zwischen den Workshops wird mit Hilfe von Online-Lernräumen und Peer Tutors unterstützt. Die Teilnehmer können dann ihre Wege durch die Themenräume in einer abgestimmten Zeitspanne durchlaufen. (Hier sollte man die recht unterschiedlichen Ausgangsbedingungen der Teilnehmer berücksichtigen und demgemäß das Lerntempo anpassen). Insbesondere mit Peer Tutoring und Online-Lernräumen werden die Teilnehmer unterstützt, den Weg durch die Lernaufgaben der Themenräume zu absolvieren.

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Screenshot 1 und 2: Rollenverteilung in den Themenräumen und Überblick über Lernmaterialien

In der gemeinsamen Vorbereitungsphase wurden zuerst die folgenden Themen für die aktuelle Trainingskampagne zur Diskussion gestellt:

  1. Anwendung sozialer Medien als Unterstützung fürs berufliche Lernen,
  2. Herstellung digitaler Lernmaterialien,
  3. Urheberrecht, Lizenzen und Austausch und Teilen von Information im Internet,
  4. Anwendung der Learning Toolbox (LTB) als integrativem Toolset.

In der genaueren Planung haben wir entschieden, mit weniger Themen anzufangen und je zwei Workshops für die zwei ausgewählten Hauptthemen anzubieten. Demgemäß wurde zuerst mit den Themen ‘Soziale Medien’ und ‘Digitale Lernmaterialien’ angefangen. Das Thema ‘Urheberrecht’ wurde als Querschnittsthema eingeplant und mit kurzen ‘Gastvorträgen’ des verantwortlichen Tutors (Dirk Stieglitz) abgedeckt, der die parallelen Gruppen im Laufe der Trainingskampagne besuchte. Dazu haben wir entschieden, das Thema ‘Learning Toolbox’ in eine spätere Phase des Trainings mit Themenräumen zu verschieben.

Nach diesen inhaltlichen Vorbereitungen waren wir bereit, die Trainingskampagne für das ganze Aus- und Weiterbildungspersonal des Bau-ABC in Rostrup (und dessen Pendant ABZ in Mellendorf) anzufangen.  Für jede Teilnehmergruppe (insgesamt 5) hatten wir einen Peer Tutor aus dem Bau-ABC (Lothar Schoka, Kevin Kuck, Markus Pape, Stefan Wiedenstried, Melanie Campbell) und einen Ko-tutor aus dem ITB (Pekka Kämäräinen, Joanna Burchert, Lars Heinemann, Werner Müller, Ludger Deitmer). Zusätzlich war Dirk Stieglitz als Gasttutor für seinem Themenbereich tätig und Jaanika Hirv (Tallinn Universität) unterstützte die Koordination und Durchführung der Trainingskampagne am Ort.

2. Zwischenbilanz nach dem ersten Zyklus der Themenraumworkshops

Genauere Einblicke in die thematische Workshops und die Lernerfahrungen werden in Artikel 2 gegeben (s. Peer learning and use of digital media in Theme Room workshops). Deshalb wird unten über die gemeinsame Zwischenbilanzierung im Bau-ABC nach dem ersten Zyklus mit vier Workshops berichtet. Hier einige Bemerkungen aus der Diskussion:

a) Bemerkungen der Teilnehmer über deren Lernerfahrungen

Die Lehrwerkmeister des Bau-ABC gaben Rückmeldungen über ihre Lernerfahrungen mit sozialn Medien und digitalen Lerninhalten. Insbesondere gaben solche Teilnehmer positives Feedback, die sich selbst eher als Anfänger betrachtet hatten. Auch das Lernklima in den Gruppen wurde positiv bewertet. Dazu betonte Direktor Emken (als Teilnehmer in einer Gruppe), dass die Workshops allen die Chance gegeben hatten, als Peer Learner mitzumachen. Dazu war es seiner Meinung nach wichtig, dass es keinen Druck gab, von den Teilnehmern mehr zu erwarten und  zu fordern als das, wozu sie bereit waren.

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Screenshot 3 und 4: Berichterstattung der Gruppen über ihre Lernerfahrungen mit Hilfe von GoConqr Mindmaps

b) Feedback über praktische Arrangements

Betreffend die praktischen Arrangements gab es mehrere Bemerkungen. Der Zeitpunkt für die Workshops (am Freitag Nachmittag) wurde als nicht ganz ideal für das Erwerben neuer Fähigkeiten betrachtet. Jedoch konnten wir konstatieren, dass es den Gruppen gelungen ist, die anfängliche Ermüdung zu überwinden und inspiriert zu werden. Die Teilnehmer fanden auch das Arrangement nützlich, ein Schwerpunktthema mit zwei sukzessiven Workshops zu bearbeiten und möglichst nahtlos in das folgende Thema einzusteigen. Die Teilnehmer begrüßten auch, dass dasselbe Tutorenpaar die Gruppe in allen Workshops betreute.

c) Organisationale Fragen

Direktor Emken betonte hier, dass das Bau-ABC sich in der Zukunft als Wegweiser in der Anwendung digitaler Medien und Web Tools im Training positionieren müsse. In dieser Hinsicht ist seiner Meinung nach das Bau-ABC zunächst als Lerner unterwegs. Man macht Fortschritte, aber noch ist man auf dem Wege. Und hier soll das Bau-ABC auch seine Partner vom Bausektor auf dem Laufenden halten. Aus dieser Perspektive war es ihm und den Teilnehmern klar, dass das Bau-ABC mit dem Themenraumansatz weiter arbeiten muss und bestmögliche Lernergebnisse aus den Workshops holen soll.

Insgesamt waren die Bemerkungen positiv und die Teilnehmer bestätigten ihre Bereitschaft, mit dieser Art Training weiterzumachen. Für die unterstützenden Learning Layers-Partner war die Diskussion ein klares Signal, den Ansatz mit dem Bau-ABC weiterzuentwickeln. Das Themenraumtraining ist im Bau-ABC angekommen. Auf dieser Grundlage lassen sich weitere Maßnahmen in der Projektarbeit aufbauen.

Learning Toolbox (LTB) Chronik, Jahrgang 3, 1/2016

Learning Toolbox Chronik (Deutsche Version), Jahrgang 2, 2015 – Überblick

Sammlung von Artikeln über Pilotaktivitäten des 3. Jahres des Learning Layers Projekts

Pekka Kämäräinen

Im Jahr 2015 erlebten die Learning Layers-Partner im Bausektor einige Höhepunkte und erreichten einige Meilensteine. Diese werden in den folgenden Artikeln und Berichten dargestellt.

Artikel 1/2015 Die Lernende Ausstellung “nachhaltig.bauen.erleben” wurde in Verden eröffnet (25.4.2015)

Im April 2015 hatte der Praxispartner Agentur einen besonderen Höhepunkt, als das Eröffnungsfest der gemeinsamen Ausstellungs- und Bürogebäude der Organisationen für nachhaltiges Bauen (Agentur, NNB und NZNB) stattfand. In diesem Zusammenhang wurde auch die vom Learning Layers-Projekt unterstützte Ausstellungnachhaltig. bauen. erlebeneröffnet.

Artikel 2/2015 Weiterbildungstag über Learning Layers Tools im Bau-ABC Rostrup (11.5.2015)

Im Mai 2015 veranstaltete der Praxispartner Bau-ABC Rostrup seine jährlichen Weiterbildungstage für ihr Aus- und Weiterbildungspersonal. In diesem Zusammenhang wurde ein Team aus ITB und Pontydysgu eingeladen, um Workshops zu organisieren. Diese Workshops hatten als Thema die Anwendung der Learning Layers Tools, insbesondere der Learning Toolbox. Die Teilnehmer waren Lehrwerkmeister und Weiterbildungskoordinatoren des Bau-ABCs.

Artikel 3/2015 Das Learning Layers Projekt trifft Finnische Ansprechpartner für die Entwicklung der Lehrlingausbildung (Espoo 4.6.2015)

Im Juni 2015 organisierten ITB und Aalto ein Meeting mit finnischen Ansprechpartnern, die die Lehrlingausbildung in Finnland fördern. Dieses Meeting hatte einen Informationsaustausch über die Learning Layers Pilotaktivitäten im Bausektor (in Finnland und Deutschland) und aktuellen finnischen Vorhaben zur Entwicklung der Lehrlingsausbildung zum Thema.

Artikel 4/2015 Learning Layers präsentiert Learning Toolbox Beta Version: Werkstattsgespräche in Bau-ABC und Workshop in der Internationalen Berufsbildungskonferenz (Rostrup/Bremen 2.9.-3.9.2015)

Im September 2015 veröffentlichte das Entwicklerteam der Learning Toolbox die öffentliche Betaversion. Dieses Ereignis wurde zuerst mit Werkstattgesprächen und Tests im Bau-ABC (unter Beteiligung von ITB und Pontydysgu) angekündigt. Unmittelbar danach wurde ein Workshop innerhalb der Internationalen Bremer Berufsbildungskonferenz durchgeführt

 

 

Learning Toolbox (LTB) Chronicle Vol. 2, 2015 – Overview

Construction Pilot articles of the Learning Layers project (Year 3)

Pekka Kämäräinen

The Learning Toolbox Chronicle is a collection of articles on the work of the Construction pilot of the Learning Layers project. The co-design process that was initiated in 2013 by the project partners from the training centre Bau-ABC Rostrup has led to the development of the integrative toolset Learning Toolbox (LTB) to support online learning and knowledge sharing.

The articles of Vol. 2, 2015 report on activities of the third year of the Learning Layers project Construction pilot that paved the way for the piloting with the Learning Toolbox in the fourth year of the project.

Article 1/2015 The Learning exhibition “nachhaltig.bauen.erleben” opened in Verden (25.4.2015)

In April 2015 the application partner Agentur experienced a highlight when the joint exhibition and office building of the organisations for ecological construction work (Agentur, NNB and NZNB) was inaugurated. In this context the Learning Exhibition “nachhaltig.bauen.erleben(sustainable.construction work. lived experience) was opened.

Article 2/2015 Training Day on Learning Layers tools in Bau-ABC Rostrup (11.5.2015)

In May 2015 the application partner Bau-ABC organised its annual Training Days for training its own staff. In this context the research partners ITB and Pontydysgu were invited to organise workshops to explore the use of Learning Layers tools – in particular of the Learning Toolbox – with Bau-ABC trainers and continuing vocational training coordinators.

Article 3/2015 Learning Layers meets Finnish promoters of apprentice training (Espoo 4.6.2015)

In June 2015 the research partners ITB and Aalto organised a meeting with Finnish promoters of apprentice training to share information on the Learning Layers pilots in construction sector (in Finland and Germany) and to discuss the developments in Finnish apprentice training.

Article 4/2015 Learning Layers presents the Learning Toolbox Beta version in the International VET conference and on a field visit to Bau-ABC (Rostrup/Bremen 2.9.-3.9.2015)

In September 2015 the developers of the Learning Toolbox launched the public Beta version via Google Playstore. This was was combined to a field visit to Bau-ABC (with ITB and Pontydysgu) and to a workshop in Bremen International Vocational Education and Training conference. 

Article 5/2015 Learning Layers in dialogue with other projects at ECER 2015 (Budapest 9.9.2015)

In September 2015 the research partners ITB and Pontydysgu participated in the European Conference on Educational Research (ECER 2015) in Budapest. Here the Learning Layers project was presented in an ITB-led symposium that brought the project into dialogue with two other projects working with digital media and web resources as support for learning.

Article 6/2015 Learning Layers meets Singapore Workforce Development Agency (Bremen 16.9.2015)

In September 2015 the research partners ITB and Pontydysgu received a 14-person delegation from Singapore Workforce Development Agency, led by the Chief Executive and Chief Research Officer. The working meeting with the delegation focused on the development of Learning Layers tools and their use to support learning in workplace contexts. The visitors informed of their new innovation program iN.LEARN 2020.

Article 6/2015 Learning Layers meets Singapore Workforce Development Agency (Bremen 16.9.2015)

Pekka Kämäräinen, Ludger Deitmer and Dirk Stieglitz

The research partners ITB and Pontydysgu had a working meeting with Singapore Workforce Development Agency. The delegation was led by  Chief Executive Ng Cher Pong and Chief Research Officer Gog Soon Joo and consisted of 12 participants (from the agency, from the Ministry of Manpower and from partner organisations). The delegation was on European tour and their main target in Germany was a meeting with Learning Layers project in Bremen.

In the first part of the meeting the ITB team presented information on the Learning Layers project (with emphasis on the construction pilot and on the development of the  Learning Toolbox). In addition Dirk Stieglitz from Pontydysgu  internet demonstration that showed, how the Learning Toolbox can be co-developed by the users by designing tiles, pages and stacks (for managing contents, web resources and communications).

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In the second part of the meeting the visitors informed us of the vocational education and training (VET) system in Singapore, on the role of public authorities, of their agency and of public-private partnerships as well as private-private partnerships. They emphasised that the key instrument for developing VET and continuing training is not seen in regulations but in the financing of training (e.g. via vouchers and other arrangements). From this point of view the visitors were keen to learn more on the the German dual system, on the partnership arrangements and on the commitment of enterprises to training. In addition they were very interested to learn more of the further deployment of the Learning Toolbox.

The visitors informed that the government of Singapore has approved to launch the Innovative Learning 2020 (iN.LEARN 2020) project of the agency and of the Singapore Institute of Adult Learning. The iN.LEARN 2020 is a multi-year national project with the goal of shaping learning design and it starts in October 2015. The visitors expressed their willingness to maintain contacts with the Learning Layers projects and are looking forward to next encounters.

Learning Toolbox (LTB) Chronicle Vol. 2, 6/2015

Article 5/2015 Learning Layers in dialogue with other projects at ECER 2015 (Budapest 9.9.2015)

Pekka Kämäräinen

The Learning Layers partners ITB and Pontydysgu have promoted the work of Learning Layers in the European Conference on Educational Research (ECER) from the beginning of the project. In the ECER 2014 (in Porto) ITB and Pontydysgu had a joint symposium on the relations between participative design and accompanying research. For the ECER 2015 ITB and Pontydysgu prepared a symposium to present the work of three parallel projects on developing and using digital media and web resources in order to promote learning at the workplace and in work organisations. The symposium was based on the inputs of each project (with brief discussion after the presentation). Then there was a joint discussion supported by an invited discussant.

The first presentation by Falk Howe and Werner Müller focused on the ITB project Kompetenzwerkst@tt (‘Competence workshop’) that started as a curriculum development project to promote holistic approaches to occupational fields of activity (Handlungsfelder) and characteristic Working and Learning Tasks (Lern- und Arbeitsaufgaben) in vocational learning. In this presentation the main thrust was given on the role of e-portfolios as part of Kompetenzwerks@tt approach. The presenters showed, how the e-portfolios are used in retrospective sense (documenting already acquired learning gains) and in prospective sense (for shaping learning scenarios).

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Screenshot 1 and 2: Working with the Kompetenzwerkstatt e-portfolio for apprentices

The second presentation by Pekka Kämäräinen, Ludger Deitmer and Werner Müller focused on the Learning Layers with insights into the co-design processes and into the Learning Toolbox as an integrative toolset to support learning in the context of work. Then, the presentation shifted the emphasis from apprentice training (the current pilot context) to continuing vocational training (CVT). The presentation outlined a new project initiative to support the training of general construction site managers (Geprüfte Polier) with digital media and web tools. Finally the presentation discussed some barriers to and challenges for such project work in construction sector but also on emerging changes.

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Screenshot 3 and 4: Mapping the R&D context of the DigiProB project in continuing vocational training for construction professionals

The third presentation by Graham Attwell dealt with the Employ-ID project that focuses on the changes in the public employment services (PES) in Europe (with major pilots initiated in the UK). The background of the project is in the changing role of PES organisations due to changes in working life and occupations. Now these services are required to produce data of changing labour markets and analyse the employment prospects of different target groups. Based on these results they are required to propose employment promotion measures and initiatives for self-employment. One of the contributions of the Employ-ID project was to organise an adapted MOOC (using a social network platform based on MOOC technology) to stimulate community-based online learning of dispersed PES services.

In the joint discussion the participants drew attention to the complementary relations between the projects. In particular they emphasised the relevance of the e-portfolio of the Kompetenzwerkst@tt for the further work with the Learning Toolbox. Also, the discussion emphasised the relevance of lessons from the pilot MOOCs for forthcoming pilots in the field of vocational education and workplace training.

Learning Toolbox (LTB) Chronicle Vol. 2, 5/2015